Kleine Löcher im Holz, feines Sägemehl darunter - das könnten Holzwürmer sein. Aber nicht jedes Loch bedeutet aktiven Befall. Hier erfahren Sie, wie Sie den Unterschied erkennen.
Der wichtigste Test: Legen Sie ein dunkles Blatt Papier unter die verdächtige Stelle. Wenn innerhalb von ein paar Tagen frisches, helles Bohrmehl auf dem Papier liegt, ist der Befall aktiv. Altes Bohrmehl ist dunkel und verfärbt.
Der Holzwurm ist kein Wurm, sondern die Larve des Gemeinen Nagekäfers (Anobium punctatum). Die Larven fressen sich jahrelang durch das Holz, bevor sie als Käfer ausschlüpfen und die typischen 1-2mm großen Ausfluglöcher hinterlassen.
Holzwürmer bevorzugen feuchtes Weichholz: Dachbalken, Fachwerk, alte Möbel, Bilderrahmen. Trockenes, gut belüftetes Holz wird selten befallen. Hartholz (Eiche, Buche) ist weniger anfällig als Nadelholz (Fichte, Kiefer).
Bei tragendem Holz (Dachstuhl, Balken) kann ein starker Holzwurmbefall die Statik gefährden. Hier ist schnelles Handeln wichtig. Ein Fachmann beurteilt die Schäden und empfiehlt die richtige Behandlung.
Wärmebehandlung ist die effektivste Methode: Das befallene Holz wird auf über 55°C erhitzt. Das tötet alle Larven, Puppen und Eier - ohne Chemie. Bei Möbeln ist auch eine Begasung oder Behandlung mit Holzschutzmitteln möglich.
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